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S-Kurve Demonstrator

Mit dem nachfolgenden Tool kann der Zusammenhang zwischen Kostenganglinie und Kostensummenlinie und die Auswirkungen von Verschiebungen demonstriert werden.

Prüfen Sie mit diesem Tool Ihre Projektkalkulation auf Plausibilität! Eine plausible Projektkalkulation liegt vor, wenn die Kostensummenlinie eine S-Form aufweist. Wenn das in Ihrem Projekt nicht der Fall ist, kann es bedeuten, dass entweder zu Projektbeginn, Projektende oder auch in der Projektmitte erhöhte Risiken in der Abwicklung und der Kapazitätssteuerung entstehen.

Die Excel-Vorlage für die Kostenganglinie und Kostensummenlinie ist hier zu finden.

Zur Berechnung

Das o.a. Tool berechnet eine Kostenganglinie auf Basis der Gauß-Verteilung. Der Zusammenhang zwischen Kostenganglinie und Kostensummenlinie besteht darin, dass die Kostensummenlinie die kumulierten Werte der Kostenganglinie darstellt. Die Werte sind hier auf 100% normiert, sowohl hinsichtlich der Projektlaufzeit als auch des gesamten Projektaufwands.

Die in diesem Demonstrator für die Kostenganglinie angenommene Glockenkurve kann in ihrer Ausdehnung und seitlichen Verschiebung durch die Schieberegler (Parameter) gesteuert werden. Die Extremwerte reichen hierbei von einer konstanten Kostenganglinie, woraus auch eine stetig ansteigende Kostensummenlinie resultiert, bis zu einer sehr ausgeprägten S-Kurve mit dem Hauptteil des Projektaufwands in der Projektmitte, so dass zu Beginn und zum Ende des Projekts nur noch marginale Aufwände vorliegen.

Beide Extremwerte können für ein echtes Projekt als kritisch angesehen werden.

Warum?

Wenn die Kostensummenlinie eines Projekts linear ansteigt, bedeutet das, dass über den gesamten Projektzeitraum mit konstanter Kapazität (in den meisten Fällen ist die Kapazität in Form von Personenstunden die maßgebende Größe) gearbeitet wird. D.h. das gesamte Projektteam startet von „0 auf 100“ ohne zeitliche Verzögerung und „bremst“ dann zum Projektende auch genauso schnell wieder ab. Das ist nicht realisierbar, da innerhalb eines Projekts immer Aufwände im Bereich der Arbeitsorganisation entstehen, d.h. es müssen Aufgaben verteilt und besprochen werden, es müssen Ergebnisse geprüft und rückgemeldet werden usw.. Daraus ergibt sich naturgemäß die klassische S-Kurve, da am Projektanfang vorbereitet wird, in der Projektmitte wird performt und zum Projektende hin wird nachbereitet.

Der entgegengesetzte Fall, ein sehr steiler Anstieg in der Projektmitte, ist deutlich unkritischer, wenn auch nicht ohne Risiko. Ein sehr steiler Anstieg in der Kostensummenlinie bedeutet, dass erhebliche Kapazitäten in relativ kurzen Zeiträumen in das Projekt eingebunden sind. D.h. wenn hier Störungen in der Arbeitsorganisation auftreten, kann es sein, dass diese großen Kapazitäten Fehlleistungen erbringen oder dass Leerlaufzeiten entstehen.

In der Realität sollte sich die Projektplanung daher in einem „gesunden“ bzw. plausiblen Mittelmaß zwischen diesen beiden Zuständen befinden.